Das Bundeslager des BdP ist eine alle vier Jahre stattfindene Aktion bei der Pfadfinder*innen aus der Pfadfinder- und der Ranger- und Roverstufe aus ganz Deutschland zusammenkommen und für zehn Tage ein Lager abhalten. Das Organisation eines Bundeslager hat etwa vier Jahre Vorlauf

, auf der letzten Bundesversammlung, vor dem Bundeslager, wurde bereits eine Entscheidung zur Findung des nächsten Bundeslagerplatzes für 2021 getroffen. 2021 findet das Bundeslager, wie auch schon 2013, in Immenhausen statt.

Wir traffen uns um 19 Uhr? Na ja um halb acht sind die Ersten im strömenden Regen, und die letzten im nieselnen Regen angekommen. Wir haben im Stammesheim gesungen, gelesen und lecker Käsebrot für den nächsten morgen geschmiert. Dann sind wir spät nachts in die Reformschule gegangen, kurz darauf wurde Frida auch schon von uns allen zum 18. Geburtstag beglückwünscht. Am Morgen gab es lecker Käsebrote, mit überhaupt nicht viel Kräutersalz mhhhhhh… Die Hinfahrt war, bis auf dass wir zwei Zimmerer auf Walz mitgenommen haben, eher unspektakulär. In Großzerlang beim Lagerplatz hat tatsächlich die Sonne geschien. Am Lagergrund angekommen war unsere Gastgruppe aus Tunesien tatsächlich schon da. Dann hieß es 13 Kohten und eine doppelte Theaterjurte aufzubauen.

Die Lagereröffnung des Unterlagers Libera Respublico und die gesamte Lagereröffnung waren erst am Donnerstag, also dem zweiten BuLatag um 15:00 Uhr. Auf der Lagereröffnung gab es ein gemeinsames Bananenschalen-in-die-Luft werfen. Das sah sehr imposant aus, da gleichzeitig 5.000 Bananenschalen durch die Luft flogen. Der Freitag war mit Leuchtturmprojekten im Unterlager gefüllt. Es wurden gemütliche Schwedenstühle konstruiert, eine Wasserbahn gebaut und die Löcher für einen Barfußpfad ausgehoben und mit verschiedensten Materialien gefüllt. Am Rande des Lagerplatzes gab es eine supertolle Badestelle mit zwei Stegen, die wir wegen des astreinen Wetters natürlich sehr viel genutzt haben.

Die nächsten zwei Tage hieß es für uns alle schon; ,,Raus!”. Alle Sippen und Runden fuhren Kanu, gingen wandern oder bewegten sich mit Hilfe von Draisinen auf Schienen fort. Am Sonntag ging es schon wieder zum Lagerplatz zurück und natürlich war die Badestelle wieder einmal die erste Anlaufstelle für alle. Der Abend war mit einem alternativem Tanzabend im Unterlager ausgeschmückt. Der Montag war der Stammestag, an dem der Stamm für sich sein konnte, wenn alle wollten. In der Morgenrunde gab es für Frida und Chrissy zum Geburtstag einen Gutschein für die unterlagereigene Eisdiele “Eis von Teco”. Ansonsten besuchten alle, natürlich was sonst?, an diesem Tag besonders oft die gut besuchte Badestelle. Der Dienstag war überflutet mit verschiedensten AGs von Tütensuppen selber machen über Tumbling bis zu Umgang mit Rechtsextremismus auf dem Land, war alles dabei. In der ,,Krawallschadell”, unserem Unterlagercafe, wurden am Abend Poetry Slam und andere Meisterwerke vorgetragen. Der Mittwoch wurde von dem am Abend stattfindenen Bundessingewettstreit überschattet, für den sich die Runde RaNisa mit zwei Liedern vorbereitete. Um 16 Uhr waren die Vorentscheide für die einzelnen Kategorien des Bundessingewettstreit, die Jury befand andere Gruppen für besser als die RaNisas, weshalb sie leider nicht für den Hauptentscheid zugelassen wurden. Dafür hat unsere Sippe Walter Moers in der bundesweiten Aktion „Back in Black” den zweiten Platz gemacht. Dafür sind sie ein Jahr lang auf Fahrt gegangen, haben Lieder und Chronikeinträge geschrieben und tolle Fotos gemacht. Am Vormittag des Donnerstags gab es noch einen AG-Block. Der Rest des Tages war von Programm im Unterlager bestimmt. Freitag wurde viel Party gemacht und natürlich, es kam wie es kommen musste: der Lagerabschluss. Wie die Eröffnung war alles sehr lustig. Als es dunkel wurde, wurden Kerzen herumgereicht und und so entstand ein Meer aus über 5.000 brennenden Kerzen. Der Moderator zählte bis drei herunter und alle pusteten ihre Kerzen aus, und auf einmal war es stockduster. Mit dem Feuer der Kerzen wurden zuvor Fackeln entzündet, welche das große Bundesfeuer zum Leuchten brachten.

 

Ein letztes Foto mit unseren Gästen aus Tunesien

Alles in Allem war es ein wunderbares Erlebnis und sehr verständlich, dass es nur alle vier Jahre stattfindet. Denn jeder weiß, die Vorfreude ist die beste Freude…

Ein weiterer Bericht mit mehr Bildern folgt die Tage.

Danke an Marek, Marscha und Fricki für das Schreiben einiger Textstellen.

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