Hier werden all die “typischen” Pfadfinderbegriffe erklärt.

 

A:

 

“Allzeit Bereit”

Wahlspruch der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (engl. “be prepared”).

 

Allzeit-Bereit-Päckchen

Pfadfinderischer Ausdruck für ein “Überlebens-Set” (Survival-Kit). Päckchen mit verschiedenen wichtigen Kleinigkeiten, die ein Pfadfinder für Notsituationen benötigt.

 

B:

 

Baden-Powell, Robert

Vollständiger Name: “Baron Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell Lord of Gilwell”.

Kurzform: “B.P.”

Gründer der Pfadfinderbewegung.

Am 22. Februar in London geboren.

Am 8. Januar in Nyeri (in der Nähe von Nairobi) im Alter von 83 Jahren gestorben.

 

Banner

Bezeichnung für eine Pfadfinder-Fahne (Lilien-Banner).

 

Bezirk

Verwaltungsebene. Ein Landesverband besteht aus mehreren Bezirken, ein Bezirk aus mehreren Stämmen.

 

Biwak

Notunterkunft im Freien

 

B.P.

Abkürzung für Baden Powell ( wird englisch ausgesprochen: “Bieh-Pieh” )

 

Brownsea Island

Brownsea Island liegt in der Hafeneinfahrt von Poole in Südengland.

Es ist eine kleine Insel, die innerhalb von 2 Stunden umwandert werden kann.

Hier fand vom 31. Juli bis zum 9. August 1907 das erste Probelager der Pfadfinder mit 22 Jungen, durchgeführt von Baden Powell, statt.

 

Bund

Bezeichnung eines Knotens (z.B. Kreuzbund)

 

C:

 

Camping

Eine Wort, dass nichts mit Pfadfinderei zu tun hat

 

D:

 

Dschungelbuch

Von R. Kipling 1894 veröffentlichter Roman über Mowgli, der im indischen Dschungel von Tieren großgezogen wird. Diente Baden Powell als Vorlage für die Gruppen-Einteilung der “Wölflinge” in “Rudel” und “Meuten”, sowie die Bezeichnung des Leiters als “Akela”.

 

E:

 

Erdnagel

Kleiner Zelthering, der durch seine Nagelform nur in festem Boden zum Einsatz kommt. Für sandigen Boden ist dieser Hering eher ungeeignet.

 

Erste Hilfe

Jeder Pfadfinder sollte die Erste Hilfe beherrschen um “allzeit Bereit” zu sein anderen im Verletzungsfall helfen zu können.

 

F:

 

Fahrt

Bezeichnung für eine mehrtägige Wanderung/Ausflug, zu Fuß oder mit Fahrrad, Boot etc. Im Gegensatz zum Lager, dass an einem festen Platz stattfindet.

 

Funzel

ein anderer Begriff für Taschenlampe. Wird bei uns nicht erwünscht, stattdessen benutzen wir Kerzen,Petroleumlampen und Fackeln.

 

G:

 

Geländespiel

Spiel bei den Pfadfindern, dass wie der Name schon sagt im Gelände gespielt wird. Die Pfadfinder bilden häufig mehrere Gruppen, die im Gelände verschiedene Aufgaben bewältigen müssen. Schatzsuche, Orientierung, oder Verfolgen von Waldläuferzeichen können einige Aufgaben.

 

Gruppenführung

Leitet eine Gruppe der Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder, oder einen Stamm.

 

Gruß der Pfadfinder

Der Pfadfindergruß heißt “Gut Pfad”. Dabei wird die rechte Hand in Schulterhöhe angehoben und der Daumen über den angewinkelten kleinen Finger gelegt, während die drei mittleren Finger gestreckt bleiben.

Der Daumen über dem kleinen Finger bedeutet: “der Starke schützt den Schwachen” Die drei gestreckten Finger erinnern an die drei Elemente des Versprechens.

 

H:

 

Halstuch

Das Halstuch ist ein wichtiger Teil der Pfadfinderkluft. Verschiedene Farben bezeichnen die unterschiedlichen Altersstufen. Gelb die Wölflingsstufe und gelb-blau gestreift für die Pfadfinder- und R/R- Stufe. Das Halstuch wird verliehen.

 

Hajk

Bezeichnung der Pfadfinder für eine mehrtägige Wanderung bei der unterschiedliche Aufgaben gelöst werden müssen.

Der Hajk ist eine aus Schweden (schwedisch Hajk – “Wanderung”) kommende Art des Orientierungslaufes, die von Jugendgruppen als Teil der pädagogischen Methode übernommen wurde.

 

Hordentopf

Bezeichnung für einen großen Kochtopf der Pfadfinder, der ein Fassungsvermögen von 5 – 20 Litern besitzt und sich gut für die Zubereitung von Ravioli, Eintöpfen und Tschai eignet.

I:

 

Isomatte

Eine Liegeunterlage aus festem Schaumstoff, mit guter Isolation gegen Bodenkälte.

J:

Jamboree

Bezeichnung eines internationalen Pfadfindertreffens. Ein Weltpfadfindertreffen wird alle vier Jahre von der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung (WOSM) organisiert.

 

Jurte

Die Jurte (türkisch: Yurt = Heim) ist das traditionelle Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien. Davon abgeleitet wurde ein Versammlungszelt der deutschen Pfadfinder und der Jugendbewegung entwickelt, das ebenfalls als Jurte bezeichnet wird. Eine Jurte ist ein kreisförmiges Zelt mit etwa 6,00 Meter bis etwa 8,00 Meter Durchmesser. Sie besteht, wie die Kohte aus schwarzem Baumwollstoff, es kann in der Mitte ein Feuer entzündet werden, bietet jedoch bis zu 20 Personen mit Gepäck Platz. Die Jurte besteht aus fünf oder sechs Kohtenplanen als Dach und 10 oder 12 Vierecksplanen als Wand.

 

Jurtenburg

Von findigen Pfadfindern wurden die Kohten- und Vierecksplanen schon immer gerne zu aufwändigen Zeltkonstruktion zusammengebaut, die dann als Versammlungszelte dienten. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

 

Jurtenkreuz

Ein Holzkreuz, das zum Aufstellen einer Jurte benötigt wird. An ihm werden die zusammengeknüpften Kohtenplanen angehängt. Dient gleichzeitig als Rauchabzug.

 

K:

 

Kipling, Joseph Rudyard (1865-1936)

Britischer Journalist und Schriftsteller. Er schrieb u.a. das “Dschungelbuch”. Erhielt 1907 den Nobelpreis für Literatur.

Kluft

Das Hemd und Halstuch der Pfadfinder, hat nichts mit Militär zutun sondern dient vielmehr dem Ausgleich sozialer Unterschiede der Mitglieder und zeigt die weltweite Verbundenheit. Zur Kluft zählen teilweise auch Juja, Troyer, Stammes-T-shirt, Takelbluse, bei manchen Bünden Barrett und Lederhose.

 

Kohte

Die Kothe besteht, wie die Jurte aus schwarzem Baumwollstoff, es kann in der Mitte ein Feuer entzündet werden; sie bietet maximal 8 Personen Platz. Die Kothe besteht aus vier Planen und kann deshalb bei Wanderlagern leicht auf mehrere Personen verteilt werden.

Dieser Zelttyp ist der samischen Sommer-Kåta (schwedisch für Kate oder katenförmiges Zelt) nachempfunden. Das Wort Kohte hat auch diese Wurzel.

 

Kohtenkreuz

Ein Holzkreuz, das zum Aufstellen einer Kothe benötigt wird. An ihm werden die zusammengeknüpften Kothenplanen angehängt. Dient gleichzeitig als Rauchabzug..

 

Kohtenplane

Die Kothenplane ist die Basis vieler Zeltkonstruktionen. Eine Kothenplane ist eine trapezförmige Plane aus einem Baumwollgewebe, das unten etwa 3,20 Meter, oben etwa 1 Meter und an den Schenkeln etwa 2,50 Meter misst. Die Kothenplanen können durch angebrachte Schlaufen und Ösen sowie durch Knopfreihen miteinander verbunden werden. Standardzelte aus Kothenplanen sind Kothen und Jurten. Der Phantasie sind beim Bauen allerdings keine Grenzen gesetzt. Siehe auch –> Jurtenburg

Eine Plane ergibt eine Kröte.

Zwei Planen ergeben eine Lokomotive.

Vier Planen ergeben eine Kothe.

Die Planen sind aus schwarzem Baumwollstoff, da man in einer Kothe auch Feuer machen kann.

 

Kompass

Hilfsmittel zur Bestimmung der Himmelsrichtung. Der Umgang mit Karte und Kompass und die Orientierung im Gelände gehört zur Grundausbildung eines Pfadfinders.

 

Kröte

Zelt der Pfadfinder, dass aus nur einer Kohtenplane gebaut wird.

 

Kroki

Bezeichnung für eine selbst gezeichnete Behelfs-Landkarte. Diese wird oft bei Orientierungsmärschen angefertigt.

 

L:

 

Lager

Im Gegensatz zum Hajk, zur Fahrt oder zum Wanderlager, bleibt der Pfadfinder im Lager über einen längeren Zeitraum an einem festen Ort.

 

Lagerbauten

Ausschließlich aus Holz, Seil, Erde und Stein errichtete Bauten, die dem Pfadfinder das Leben im Lager angenehmer machen.

 

Lagerfeuer

Zum wärmen und kochen genutzt, aber als gemütlicher Versammlungsort am Abend und in der Nacht im Pfadfinderlager unverzichtbar. Siehe auch –>Kokeln

Das Getränk am Lagerfeuer ist der Tschai.

Ein beliebter Snack ist das Stockbrot.

 

Learning by Doing

Pfadfinderische Erziehung, wie sie Baden Powell verstanden wissen wollte. (Lernen durch Tun)

Lilie

Sie ist das Symbol der weltweiten Pfadfinderbewegung. Die drei Spitzen der Lilie sollen an die drei Punkte des Versprechens erinnern.

 

M:

 

Materialwart

Er ist zuständig für das Stammesmaterial, wie Zelte, Äxte, Sägen, Töpfe, Küchengeräte, etc.

 

Morgenrunde

Mit ihr beginnen wir unseren Lagertag. Noch vor dem Frühstück stellen sich alle Lagerteilnehmer im Kreis auf und beginnen gemeinsam den Tag. Die Morgenrunde wird meistens mit einem Lied und/oder einem Spiel begonnen und auch dazu genutzt den Tagesablauf zu besprechen.

 

N:

 

Nachtruhe

Die Zeit, in der alle im Schlafsack liegen und schlafen.

 

Nachtwanderung

Wanderung nach Einbruch der Dunkelheit, mit Fackeln oder Petroleumlampen, auf der gerne Geistergeschichten erzählt werden.

 

O:

 

Orientierung

Wichtiger Bestandteil der Grundausbildung eines Pfadfinders, um im unbekannten Gelände seinen Weg zu finden.

 

P:

 

Pfadfinder

Deutsches Wort für den englischen Begriff “Scout”.

Zur Pfadfinderbewegung gehören weltweit mehr als 38 Millionen Kinder und Jugendliche in zahlreichen nationalen und internationalen Jugendverbänden.

Die Anzahl der ehemaligen Mitglieder, also der Menschen, die bisher der Pfadfinderbewegung angehört haben, wird heute auf etwa 300 Millionen geschätzt.

Nur in 6 Staaten (Kuba , Andorra , Volksrepublik China – mit Ausnahme von Hongkong und Macao , Nordkorea , Laos , Myanmar ) gibt es nach Angaben von WOSM keine Pfadfinderverbände. Die Pfadfinderbewegung steht Menschen aller Glaubensrichtungen offen. Das Symbol der männlichen Pfadfinder ist die Lilie, graphisch wird aber eigentlich eine Fleur-de-Lis verwendet, das der weiblichen ein Kleeblatt.

 

Pfadfinderregel

Durch das Pfadfinder-Versprechen verpflichtet sich ein Pfadfinder, die Pfadfinderregeln einzuhalten.

Die Pfadfinderregeln sind ein Kernbestandteil der Pfadfindermethode, die als System fortschreitender Selbsterziehung definiert wird. In diesem System stecken die Pfadfinderregeln einen Orientierungsrahmen ab, nach dem die Pfadfinder ihr Leben gestalten.

Ursprünglich wurde die Pfadfinderregeln vom Gründer der Pfadfinderbewegung, Robert Baden Powell , formuliert. Darauf aufbauend haben verschiedene Pfadfinderverbände eigene Formulierungen entwickelt, die sich inhaltlich meist nur geringfügig unterscheiden. Durch das Pfadfinder-Versprechen verpflichtet sich ein Pfadfinder, die Pfadfinderregeln einzuhalten.

 

Pfadfindertechnik

Umfasst alle praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die ein Pfadfinder beherrschen sollte, wie Erste Hilfe, Knoten, Orientierung im Gelände, Feuerarten, Zeltaufbau, Pflanzenkunde, Waldläuferzeichen, Lagerbauten, etc.

 

Pfadfinderversprechen

siehe Pfadfinderregel

 

R:

 

Ranger

Wird man nur als Mädchen ab dem Alter von 16 Jahren bis ca. 25 Jahren.

 

Reflexion

Am Ende eines Lagers wird das Erlebte reflektiert. Hierbei kann jeder Lagerteilnehmer seine Eindrücke schildern, Lob und Kritik üben, und Verbesserungsvorschläge benennen.

Rover

Wird man nur als Junge ab dem Alter von 16 Jahren bis ca. 25 Jahren.

Roverrunde

Ranger und Rover finden sich in Runden zusammen. Mehrere solcher Runden innerhalb eines Stammes bilden die Roverstufe. Roverrunden wählen sich einen Sprecher, der die Belange der Runde im Stammesrat vertritt.

 

R/R

Kann man ab 16 Jahren werden. Die männlichen R/R und die weiblichen R/R machen viele Aktionen gemeinsam.

 

S:

 

Schlafsack

In Verbindung mit einer Isomatte, wichtiges Utensil um die Nacht im Zelt gemütlich zu verbringen.

 

Scouting for Boys

Von Baden-Powell geschriebenes Buch über das “Pfadfinden”.

 

Sippe

Kleingruppe in der Pfadfinderstufe.

 

Stamm

Mehrere Pfadfindersippen, Wölflingsrudel und Roverrunden bilden einen Stamm. Die Mitglieder eines Stammes wählen den Stammesleiter (Vorstand).

 

Stammesrat

Zusammenkunft aller Leiter (Gruppenführungen) eines Stammes, in der alle den Stamm betreffenden Angelegenheiten besprochen werden. Manchmal werden auch Gäste eingeladen. Die Abkürzung lautet “StaRa”.

 

Stammesvorstand

Bezeichnung für die Leitung eines Stammes. Besteht aus zwei Stammesführungen und einem Kassenwart.

 

Stockbrot

Bei Pfadfindern beliebtes Gericht, das über dem Lagerfeuer gebacken wird. Zutaten sind Wasser, Mehl, Hefe und Salz. Dieser Hefeteig wird dünn um einen Stock gewickelt und über dem Feuer ausgebacken.

 

Stufen

Verschiedene Altersgruppen bezeichnet der Pfadfinder als Stufen. Wölflingsstufe (6 – 11 Jahre) Pfadfinderstufe (12- 15 Jahre) R/R Stufe (16 – 25 Jahre)

 

T:

 

Thing

An dem jährlich (oder alle zwei Jahre) stattfindendem Thing nehmen alle aktiven Pfadfinder eines Stammes teil. In der Stammesversammlung werden alle Ämter gewählt und die Stammesordnung geändert. Geleitet wird sie vom Stammesvorstand.

 

 

Thinking Day

Geburtstag von Lord Baden-Powell am 22 Februar. Viele Pfadfinder gehen mit dem Halstuch und mit der Kluft in die Schule oder zum Arbeitsplatz.

 

Tschai

Getränk der Pfadfinder.

Grundbestandteile: Schwarzer Tee, Fruchtsaft,Obst, geheime Gewürzmischungen 😉

 

W:

 

Waldläuferzeichen

Aus Naturmaterialien (meist Holzstöcken) gelegte Zeichen bei Geländespielen und Orientierungsläufen.

 

Weltkomitee der Pfadfinder

Wird alle drei Jahre von der Weltkonferenz der Pfadfinder gewählt und setzt sich aus 12 Mitgliedern verschiedener Nationen zusammen.

 

Weltkonferenz der Pfadfinderbewegung

Alle drei Jahre stattfindende Generalversammlung der nationalen Pfadfinderverbände.

 

Weltpfadfindertreffen

siehe Jamboree

 

Wimpel

Der Wimpel ist eine kleine dreieckige Flagge und dient als Erkennungszeichen einer Sippe.

 

Wölflinge

Mitglieder der Meute in der Wölflingsstufe.

 

WOSM

Die World Organization of the Scout Movement (WOSM) ist eine Weltpfadfinderorganisation, der momentan etwa 28 Millionen Pfadfinder in 153 Ländern angehören. Damit ist die WOSM die größte Kinder- und Jugendorganisation der Welt.

 

Die WOSM ging aus dem 1920 gegründeten Boy Scouts International Bureau hervor.

Die Weltbundlilie ist das gemeinsame Zeichen aller Pfadfinder, deren Verbände der WOSM angehören. Das sie umgebenden Seil mit dem Weberknoten symbolisiert den Zusammenhalt aller Pfadfinder rings um den Erdball.

 

Z:

 

Zelte

Pfadfinderzelte sind Kohten, Jurten

 

 

 

 

 

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