Lord Robert Baden Powell

Der BdP ist mit seinen 30000 Mitglieder*innen der größte untekonfessionelle Pfadfinderbund Deutschlands.
Lord Robert Baden-Powell (B.P.) begründete die Pfadfinder/Scoutingbewegung 1907, er führte ein
12 tägiges Versuchscamp mit 20 Jungen auf der Brownsea Insel durch. Ermutigt von dessen
großem Erfolg veröffentlichte er im folgenden Jahr„Scouting for Boys“. Es beschreibt darin die
Jugendarbeit der Pfadfinder und den Fokus auf die Natur, es wurde seitdem millionenfach verkauft

und ist prägend für die Pfadfinderbewegung. Ab 1909 ermöglichte es seine Frau Olave Powell auch Mädchen Pfadfinderinnen zu werden.
Durch die Arbeit von Alexander Lion, Maximilian Bayer und Mitgliedern des Wandervogels bildeten
sich um 1909 die ersten deutschen Pfadfindergruppen. Vor dem 1. Weltkrieg war der Deutsche Pfadfinderbund der größte Bund in Deutschland, in der Folgezeit entstanden viele verschiedene Gruppen die sowohl von Militarismus, der Wandervogelbewegung als auch den Scouts nach B.P. geprägt waren.
Im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Bünde verboten oder
zwangsweise in die Hitlerjugend eingegliedert.
Schon im Jahr 1945 wurden meist illegal aber voller Motivation neue Gruppen in den

Olave Baden-Powell

Besatzungszonen gegründet. 3 Jahre danach entstand der Bund Deutscher Pfadfinder in
Karlsruhe, aus diesem Bund entstand der BdP später.
Der BDP vereinte pfadfinderische und bündische Werte, er blieb außerdem unpolitisch.
Nach dem ersten Lager des BDP 1950 wurde der RdP durch das Boy Scouts International Bureau
anerkannt, dadurch wurde der BdP Teil der Weltweiten Pfadfinderbewegung.
Ab 1960 politisierte sich der BDP wie auch die Gesellschaft zunehmend, er orientierte sich stark
nach links sodass konservative Stämme vermehrt austraten.
Die Differenzen waren nicht mehr vereinbar, 1971 traten die verbliebenen traditionellen Stämme
aus, der Bund der Pfadfinder e.V (BdP) wurde gegründet.
Der Weltverband der Pfadfinderbewegung (WOSM) akzeptierte den nun politischen BDP nicht
mehr, also wurde der sei 1970 suspendierte Ring deutscher Pfadfinderbünde 1971 aufgelöst.
Aus den großen christlichen Bünden VCP und DPSG und dem neuen BdP entstand der Ring
deutscher Pfadfinderverbände (RdP) 1973, er konnte WOSM wieder beitreten.
Schließlich fusionierten der BdP und der Bund Deutscher Pfadfinderinnen (BDP) zum heutigen
Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP)

Es kann nicht kommentiert werden.